Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

Der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt unterstützt und informiert ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer bei Ihrer Aufgabe

Angebote zu den Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Patientenverfügung (sogenanntes Patiententestament): Wer denkt schon, wenn es ihm gut geht, daran, dass sich alles von heute auf morgen ändern könnte? Ein unfall, eine schwere Erkrankung oder altersbedingte Probleme können jeden von uns in eine Situation bringen, in der uns selbstverantwortliches Handeln verwehrt ist und sinnvolle Entscheidungen nicht mehr von uns selbst getroffen werden können.

  • Wer handelt dann für mich? Wer entscheidet?
  • Verwandte, Freunde oder Fremde?
  • Wie werden sie für mich entscheiden?

Bedenken Sie insbesondere, dass auch Ihre Familienangehörigen nach dem bisher geltenden Recht in diesen Fällen nicht für Sie als volljährige Person entscheiden dürfen. Ehegatten, Kinder, Eltern können z. B. nur mit Vollmacht – mit Ihrer schriftlichen Willenserklärung – für Sie handeln. Durch eine Vorsorgevollmacht oder eine Betreuungsverfügung können Sie für sich hier Regelungen treffen. Durch ein Patiententestament (Patientenverfügung) kann jeder Vorausanweisungen erteilen, welche Wünsche in Bezug auf die eigene medizinische Behandlung, evtl. lebensverlängernde Maßnahmen, bestehen. Wenn keinerlei oder nicht ausreichend umfassende Vorsorge getroffen wird, wird immer wieder die Bestellung eines gesetzlichen Betreuers durch das Vormundschaftsgericht erforderlich. Viele Menschen führen bereits, oft ehrenamtlich, eine Betreuung für Angehörige oder Bekannte.

Auch bei diesem Amt können viele Fragen und Probleme auftauchen. Frau Hortense Walter-Hoppe und Frau Margit Lauer als Mitarbeiterinnen des Betreuungsvereines stehen Ihnen daher nach vorheriger telefonischer Absprache zu einem Gespräch zur Verfügung.

Unter "Veranstaltungen des Betreuungsvereins" finden Sie Vorträge zu diesen Themen.

 

Grundkurs Betreuungsrecht an der Volkshochschule Bernkastel-Kues

Angebote zur Schulung im Rahmen eines Grundkurses "Betreuungsrecht"

Der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt unterstützt und informiert ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer bei Ihrer Aufgabe.

Zielgruppe sind Menschen, die an der Übernahme einer ehrenamtlichen Betreuung interessiert sind oder die bereits ehrenamtlich eine gerichtliche Betreuung für Familienangehörige, Verwandte etc. übernommen haben.

Da Personen, die über eine Vorsorgevollmacht zu Bevollmächtigten geworden sind, in der Praxis oft dieselben Aufgaben haben, sind auch sie zum Kurs eingeladen.

Geplant sind 8 Kursabende mit folgenden Inhalten:

  • Einführung in das Betreuungsrecht, Betreuungsverfahren und Verfahrens-beteiligte
  • erste Schritte vor und nach der Bestellung durch das Betreuungsgericht
  • Überblick über mögliche Aufgabenbereiche eines Betreuers (v.a. Vermögenssorge, Gesundheitsfürsorge, Aufenthaltsbestimmung, Wohnungsangelegenheiten)
  • betreuungsgerichtliche Genehmigungen
  • Post- und Fernmeldegeheimnis
  • Haftung des Betreuers
  • Versicherungsschutz der ehrenamtlichen Betreuer
  • Aufwendungsersatz
  • Betreuervergütung
  • Beendigung der Betreuung.

Referentin ist Frau Margit Lauer als Mitarbeiterin des AWO-Betreuungsvereins Bernkastel-Wittlich e.V.

Ihre Lebenserfahrung reicht für zwei ?

Werden Sie ehrenamtliche/r gesetzliche/r Betreuer/in und Mitglied beim AWO-Betreuungsverein

In keiner Lebenslage ist man vor einem besonderen Schicksalsschlag gefeit. Ob eine Krankheit oder Behinderung eintritt oder ob man zu alt ist: Manchmal geht die Einschränkung so weit, dass man sich nicht mehr selbst um seine eigenen Angelegenheiten kümmern kann. Dafür gibt es Menschen, die ihnen helfen und sich auch so weit es geht nach ihren Wünschen zu richten haben. Zum Beispiel ein gesetzlicher Betreuer.

„Gesetzliche Betreuung“ bedeutet nicht, dass Sie pflegerische Dienste oder die Haushaltsführung übernehmen. „Betreuung“ bedeutet, dass Sie die Interessen des Betreuten wahrnehmen. Sie sind als Betreuer/in persönlicher Ansprechpartner und Vertrauensperson und handeln im Rahmen der vom Betreuungsgericht übertragenen Aufgabenkreise als gesetzlicher Vertreter ihres Betreuten. Die Aufgabenkreise werden vom Betreuungsgericht im Einzelfall festgelegt.

Der Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt mit Sitz in Morbach unterstützt und informiert ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer bei Ihrer Aufgabe. Darüber hinaus erhalten Sie vom Betreuungsverein notwendige kostenlose Begleitung und Hilfe bei den möglichen Schwierigkeiten, die eine Betreuungstätigkeit mit sich bringt, wie z.B. Behördengänge, Zusammenarbeit mit den Amtsgerichten, Banken, Versicherungen, Heimen, Pflegediensten und weiteren Stellen. Sie haben außerdem die Möglichkeit, unentgeltlich an Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen teilzunehmen.

Setzen Sie Ihr persönliches Engagement in die Tat um, denn Ihre Lebenserfahrung reicht für zwei! Werden Sie Betreuer/in beim Betreuungsverein der Arbeiterwohlfahrt Bernkastel-Wittlich!

Darüber hinaus informieren wir interessierte Gruppen, Einzelpersonen und auch unentgeltlich tätige Bevollmächtigte über die Themen Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung sowie Patiententestament und Patientenverfügung.

Sie können auch aktives oder förderndes Mitglied beim AWO-Betreuungsverein werden.

Veröffentlicht 09/06/2018.
Zuletzt Aktualisiert am 28/12/2018.